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Arbeitskreis für Obdachlose und sozial Benachteiligte (AKOS) der KHG Trier |
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"Wir kommen ja nicht nur zum Frühstücken, sondern vor allem zum Reden." Zitat eines Gastes |
Zielsetzung Der Arbeitskreis für Obdachlose und sozial Benachteiligte (AKOS) der kath. Hochschulgemeinde Trier hilft den in Trier lebenden Wohnungslosen und von Armut bedrohten oder betroffenen Menschen. In der Diskussion mit den an der Hilfe beteiligten Behörden und Institutionen (Sozialamt, Obdachlosenheim, Krankenhäuser, Streetworker) wurde deutlich, dass die materielle Versorgung in Trier mit Geld, Nahrungsmitteln, usw. als gut bezeichnet werden kann. Die offizielle Versorgung ist aus Geld- und damit Zeitmangel allerdings nicht immer ausreichend darauf ausgerichtet, die betroffenen Menschen psycho-sozial zu unterstützen. An dieser Stelle setzt die ehrenamtliche Tätigkeit des AKOS an. Die seelische Entlastung und Unterstützung der betroffenen Menschen! Diese ist genauso wichtig wie eine materielle Versorgung, die, wenn sie nicht durch den psycho-sozialen Aspekt ergänzt wird, zu einer Chronifizierung des Zustands der betroffenen Menschen beiträgt. Deshalb bereitet eine Gruppe von hauptsächlich studentischen Ehrenamtlichen jeden Samstag Morgen in der Trierer Innenstadt im Haus Fetzenreich der KHG ein Frühstück für ca. 30-60 Gäste. Jeden Samstag von 7 bis 10 Uhr treffen sich alle, die sonst vielleicht nicht regelmäßig frühstücken oder jemanden zum Zuhören und zum Gespräch suchen. Seit der Gründung des Arbeitskreises 1995 wird das Frühstück ununterbrochen (einzige Ausnahmen bisher: einmal wegen Renovierung, einmal wegen eines Schlüsselproblems abgesagt) angeboten. Das Frühstück ist ein neutraler Ort. Hier treffen sich keine Bettler oder Schnorrer, sondern Menschen, die Hunger haben. Gespräche werden nicht von Stehendem zu Sitzendem, von oben herab, von Normalbürger zu Außenseiter geführt, sondern von Kaffeetrinker zu Brötchenesser. Es werden ganz normale "Frühstücksgespräche" geführt! Es gibt Leute mit zerrissener alter Kleidung, die in der Kleiderkammer des AKOS nach etwas Neuem suchen. Andere haben sich extra für den Samstag rausgeputzt. Spätaussiedler, Studenten, junge Mütter mit ihren Kindern sind genauso Gast wie Trierer Urgesteine, die neben Jugendlichen auf der Durchreise sind. Es gibt die ewigen Nörgler, wie die immer Lachenden, denen kein Unglück den Tag verderben kann. Das Spektrum der Gäste ist groß. Und manchmal vermisst man den ein oder anderen, der nicht mehr kommt. Weil er weiterzieht, es nicht mehr nötig hat zu kommen oder gestorben ist. Wir sind keine Institution, die Obdachlose oder soziale Härtefälle betreuen. Wir haben nicht den Anspruch, jemanden auf den "richtigen Weg" zu bringen - aber wenn wir gut zusammen frühstücken und miteinander sprechen, dann wird das vielleicht auch ein Stückchen weniger notwendig. |
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